Six Sigma: Optimierung des Lotpastenauftrags
Datenbasierte Prozessoptimierung in der SMT-Fertigung mittels Design of Experiments (DOE), statistischer Modellierung und Six Sigma.

Hintergrund & Vorgehen
Zielsetzung
Ziel des Projekts war die Verbesserung der Prozessqualität beim Lotpastendruck. Die ursprüngliche First-Pass-Yield-Rate (FPY) von 56,1 % sollte auf über 95 % gesteigert werden.
Methodisches Vorgehen
Systematische Prozessanalyse nach dem DMAIC-Zyklus mit Messsystemanalyse, statistischer Versuchsplanung und Regressionsmodellierung. Für vier Lotpasten wurden jeweils 54 Versuche durchgeführt. Untersucht wurden die Einflussgrößen Trenngeschwindigkeit, Trennabstand und Druckgeschwindigkeit. Anschließend erfolgten die modellgestützte Parameteroptimierung und experimentelle Validierung.
Mein Beitrag
Datenbasierte Untersuchung der Prozessqualität, Anwendung statistischer Analysemethoden und Ableitung lotpastenspezifischer Prozesseinstellungen. Ergänzend wurden standardisierte Vorgehensweisen zur Lotpastenhandhabung und Prozesskontrolle erarbeitet.
Stand & Erkenntnisse
Durch die systematische Analyse und Optimierung der Druckparameter konnte die First-Pass-Yield-Rate bei drei der vier untersuchten Lotpasten gesteigert werden. Das beste Validierungsergebnis wurde mit einer FPY von 94,9 % bei der Lotpaste Clear 5 erzielt. Darüber hinaus verdeutlichten die Untersuchungen, dass die mittlere Volumenfüllung allein keine ausreichende Kennzahl zur zuverlässigen Beurteilung der Druckqualität darstellt. Das erfolgreich abgeschlossene Praxisprojekt war Bestandteil meiner Zertifizierung zum Six Sigma Green Belt am Institut für Produktionssysteme der TU Dortmund.

